Verstehe Event Sourcing, modelliere Events und entscheide fundiert, wann sich der Ansatz lohnt.
Vor der Teilnahme hatte ich bereits einige Kenntnisse über Event Sourcing, aber durch den Workshop hat es dann „Klick“ gemacht.
Karel Vančura
Event Sourcing ist ein Architekturmuster, bei dem nicht nur der aktuelle Zustand einer Anwendung gespeichert wird. Stattdessen werden alle fachlich relevanten Zustandsänderungen als unveränderliche Events festgehalten. Jedes Event beschreibt eine Tatsache, die in der Vergangenheit eingetreten ist.
Aus der chronologischen Folge dieser Events lässt sich der Zustand eines Systems jederzeit rekonstruieren. Dadurch wird nachvollziehbar, wie ein bestimmter Zustand entstanden ist, welche fachlichen Entscheidungen getroffen wurden und welche Ereignisse zu einem Ergebnis geführt haben.
Diese Nachvollziehbarkeit gewinnt durch KI-gestützte Softwareentwicklung zusätzlich an Bedeutung. KI-Werkzeuge können Code schneller erzeugen, verändern und erweitern. Sie nehmen uns jedoch nicht die Verantwortung für fachliche Modelle, Architekturentscheidungen und die langfristige Wartbarkeit eines Systems ab. Je höher die Entwicklungsgeschwindigkeit, desto wichtiger werden explizite Strukturen und überprüfbare Zustandsübergänge.
Event Sourcing kann dafür eine belastbare Grundlage schaffen: Fachliche Vorgänge werden als klar benannte Events sichtbar, Änderungen bleiben dauerhaft nachvollziehbar und neue Auswertungen lassen sich aus der bestehenden Ereignishistorie ableiten. Das erleichtert nicht nur die Zusammenarbeit im Entwicklungsteam, sondern schafft auch wertvollen Kontext für KI-gestützte Analysen, Assistenzsysteme und automatisierte Prozesse.
In dieser Schulung lernst du Event Sourcing von den grundlegenden Konzepten bis zur praktischen Implementierung kennen. Du erfährst, wie Events modelliert und gespeichert, Zustände rekonstruiert und unterschiedliche Sichten auf die Ereignishistorie erzeugt werden. Dabei setzt du dich auch kritisch mit den Kosten, Grenzen und geeigneten Einsatzgebieten des Musters auseinander.
Generative KI verändert die Softwareentwicklung: Code kann schneller erstellt, Varianten können leichter ausprobiert und bestehende Systeme in kürzerer Zeit verändert werden. Diese Beschleunigung löst architektonische Probleme jedoch nicht automatisch. Im Gegenteil: Wo mehr Code in kürzerer Zeit entsteht, können implizite Annahmen, unklare Zustandsübergänge und fachliche Inkonsistenzen ebenfalls schneller wachsen.
Event Sourcing macht einen wesentlichen Teil des Systemverhaltens explizit. Statt nur einen aktuellen Datenbestand zu betrachten, steht eine fachlich interpretierbare Historie zur Verfügung. Sie zeigt nicht nur, was der aktuelle Zustand ist, sondern auch, wie und warum er entstanden ist.
Diese Ereignishistorie kann KI-Systemen einen strukturierteren und fachlich aussagekräftigeren Kontext liefern als eine isolierte Momentaufnahme des Datenbestands. Denkbare Anwendungsfälle sind die Analyse von Prozessverläufen, das Erkennen ungewöhnlicher Ereignisfolgen, die Unterstützung bei Fehleranalysen oder der Aufbau intelligenter Assistenzfunktionen.
Gleichzeitig lernst du, die Grenzen realistisch einzuschätzen: Event Sourcing macht ein System nicht automatisch KI-fähig, und KI ersetzt keine sorgfältige Event-Modellierung. Entscheidend bleibt eine Architektur, die fachliche Bedeutung, technische Nachvollziehbarkeit und wirtschaftlichen Nutzen miteinander verbindet.
Die Schulung verbindet kompakte Theorieeinheiten, gemeinsame Diskussionen und praktische Übungen. Sie ist so aufgebaut, dass sie sich gut in deinen Arbeitsalltag integrieren lässt.
Jeder Schulungstag beginnt am Morgen mit einer gemeinsamen Videokonferenz. Dort erarbeiten wir die fachlichen und technischen Konzepte, besprechen Entwurfsentscheidungen und bereiten die anschließende Übung vor.
Während der verlängerten Mittagspause bearbeitest du eigenständig einen Arbeitsauftrag. Dabei kannst du die vermittelten Konzepte unmittelbar anwenden und hast zugleich ausreichend Zeit für E-Mails oder andere dringende Aufgaben.
Am Nachmittag kommen wir erneut in einer Videokonferenz zusammen. Wir vergleichen die Lösungsansätze, diskutieren ihre Konsequenzen und übertragen die gewonnenen Erkenntnisse auf reale Architektursituationen.
Diese Schulung richtet sich an Softwareentwickler:innen, Softwarearchitekt:innen und technische Führungskräfte, die Event Sourcing verstehen, praktisch anwenden und als Architekturentscheidung fundiert beurteilen möchten.
Besonders relevant ist sie für Menschen, die an Systemen mit komplexen fachlichen Abläufen, langfristigen Lebenszyklen oder hohen Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Auditierbarkeit und Veränderbarkeit arbeiten.
Auch für Teams, die KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge einsetzen oder KI-basierte Funktionen in ihre Systeme integrieren möchten, bietet die Schulung wichtige Orientierung. Sie zeigt, wie eine explizite fachliche Architektur dafür sorgt, dass höhere Entwicklungsgeschwindigkeit nicht auf Kosten von Verständlichkeit und Kontrolle geht.
Du solltest über grundlegende Programmierkenntnisse verfügen und mit objektorientierten Konzepten vertraut sein. Erfahrungen mit Softwarearchitektur, Domain-Driven Design oder CQRS sind hilfreich, aber keine Voraussetzung.
Entscheidend ist die Bereitschaft, nicht nur über Code, sondern auch über fachliche Modelle, Zustandsänderungen und die langfristigen Konsequenzen von Architekturentscheidungen nachzudenken.
Sichere dir deinen Platz oder schaffe mit einer individuellen Teamschulung ein gemeinsames Architekturverständnis.
Dauer: 3 Tage
14.-16. Juli 2026, jeweils 10:00-12:00 und 15:00-17:00 (MESZ)
Dauer: 3 Tage
Voraussichtlich im Juli 2027. Wir sagen dir gerne Bescheid, wenn wir den Termin festgelegt haben.
Dauer: 2-3 Tage
Dein Wunschtermin, beliebige Teilnehmeranzahl. Entweder über Zoom oder über deine bevorzugte Videokonferenzsoftware.
Dauer: 2-3 Tage
Dein Wunschtermin, beliebige Teilnehmeranzahl. Bei dir im Unternehmen oder an deinem Wunschort.